Award 2009: Thema "Bildfälschung"
Bei dem Thema "Richtig falsch" geht es diesmal um digitale Bildfälschung.
Denken Sie sich eine interessante Handlung/Szene aus und beschreiben Sie sie mit wenigen Zeilen (etwa 200 - 400 Zeichen).
Diesen Text setzen Sie in Art einer nicht zu großen, aber gut lesbaren Bildunterschrift, wie Sie sie in Zeitungen oder Zeitschriften finden, an den unteren Bildrand;
leiten Sie ihn mit einer kurzen Überschrift (fett oder in Großbuchstaben) ein.
Stellen Sie den Höhepunkt der beschriebenen Handlung in Ihrer Bildmontage dar.
Denken Sie daran: Weltbewegende und phantastische Darstellungen (wie Fliegende Untertassen oder Elfen und Monster) sind vielleicht visuell und ästhetisch reizvoll, aber meist leicht als Fälschung zu entlarven, man muss nicht lange suchen, um herauszufinden, was da nicht stimmt;
beschränken Sie sich dagegen darauf, lediglich den Ast eines Baumes auszutauschen oder eine Armbanduhr wegzuretuschieren, ist es zwar sehr viel schwerer, die Fälschung zu erkennen - aber es wird wahrscheinlich ein langweiliges Bild.
Diesmal gibt es zwei Beurteilungsinstanzen: Zum einen werden alle Bilder wie in jedem Jahr in anonymer Form von der Jury hinsichtlich der überzeugenden Bildidee und einer technisch anspruchsvollen Umsetzung nach ästhetischen und handwerklichen Kriterien bewertet.
Von dieser Jurierung hängt es ab, ob Sie zu den Gewinnern gehören, einen Preis gewinnen und Ihr Bild ausgestellt wird.
Unabhängig davon werden wir die fertigen Montagen - anonym und abhängig von Ihrer ausdrücklichen Zustimmung - Fachleuten aus dem Bereich der Bildforensik und kriminalistischen Bildanalyse zur Verfügung stellen, darunter der TU Dresden und dem Bundeskriminalamt.
Nach Abschluß der Auswertungen erhalten diese Gutachter das verwendete Ausgangsmaterial und können so überprüfen, wo sie mit ihren Analysen richtig oder falsch lagen.
Auf diese Weise können die für Fälschungserkennung eingesetzten Verfahren verbessert werden.
Da Gutachter in der Praxis zunächst nicht wissen, ob ein Bild ge-/verfälscht ist oder nicht, würden wir es ihnen zu leicht machen, wenn sie von vorn herein wüßten, dass alle eingereichten Bilder Fälschungen sind.
Daher möchten wir Sie bitten, zusätzlich zu den Montagen noch einmal dieselbe Anzahl von Originalfotos (Bilddateien) mitzuschicken, möglichst solche, die eine etwas seltsame Szene zeigen.
So wissen die Gutachter später also nicht, ob ein vorliegendes Bild original oder gefälscht ist.

Originalfoto: Hermann Heibel

Originalfoto: Andrea Sommer